Cycle Sports Club Soller

Archiv für Juni, 2012

20h von Fell/Thomm

Langsam macht sich Nervosität breit. Heute ist Dienstag und Samstag 19:30 Uhr ist Startschuß für die 20 Stunden von Fell. Die Liste mit allen wichtigen und unwichtigen Dingen liegt parat. Heute werden alle Dinge zusammen gesucht und in einem Raum „gestapelt“. Danach wird der Kofferraum meines Autos wohl für eine Reduktion der Liste sorgen. 😦

Gestern wurde das Rad gereinigt. Kette sauber gemacht, Kurbel und Tretlager neu gefettet und eingesetzt und hoffentlich ist das Knacken im Lenker raus. 😦  Letzter Test ist hoffentlich am Donnerstag. (Wetterprognose ist ok) Bei den Laufrädern gehe ich auf Nummer sicher. Meine Vento’s haben 11-23 drauf. Das ist der Notfall-Laufradsatz. Die richtigen Laufräder haben 12-25 drauf. Die Geschichten vom Anstieg von Fell nach Thomm haben tiefen Respekt hinterlassen…

Leider sieht die Wettervorhersage noch nicht prickelnd aus. 20h Regenschlacht??? Ich hoffe nicht. Aber das ist DER HÖHEPUNKT in diesem Jahr. Da könnte nur Gewitter, Sturm oder Schnee eine Absage meinerseits erzwingen. Es ist jedoch etwas Wehmut mit drin. Leider fahre ich ganz alleine nach Fell. Es wird also nicht dieses geile WIR-GEFÜHL aufkommen wie im vorigen Jahr bei RaR 2011. Schade. Aber hoffentlich schaffen wir es im nächsten Jahr wieder. Ob beim RaR 2013 oder vielleicht bei den 20h von Fell 2013. Oder vielleicht bei Beiden?

Werbeanzeigen

RTF Schwalbe Eilendorf 2012

Im Gegensatz zum vorigen Jahr, ist dieses Mal gutes Wetter vorhergesagt. Und dann sind die Straßen trotzdem beim Start in Hoven nass! 😦

Es ist wieder sehr schön, dass 2 Startorte von den Aachenern angeboten werden. Zum Start der großen Runde sind aber noch nicht viele hier. So passiert es, dass ich schon wenige Kilometer nach dem Start alleine bin und mein Ding bis zum Ende fahre. Zunächst geht es in einem kleinen Schlenker flach bis Kreuzau. Dann kommen die geliebten Berge von Leversbach und Schmidt. Bei der ersten Kontrolle in Leversbach hat wieder keiner mit mir gerechnet. 🙂 Bei der zweiten Kontrolle in Rötgen kommt dann endlich auch die Sonne immer mal wieder raus und ich kann die Armlinge abstreifen. Bei der „belgischen Route“ wurde hier und da was verändert. Aber wie auch im vorigen Jahr, wurde eine schöne Runde ausgesucht. Als ich in Aachen ankomme, rechnet wieder keiner mit den 152km Fahrern aus Hoven. Ich will eigentlich nur ein Stempel. „Stempel? Wo soll ich den machen? Bist du fertig? Nein, ich komme aus Hoven. WAS? “ Nach längerer Diskussion stellt sich heraus, dass sich ein einsamer Mensch hinter einem Gitter an der Einfahrt versteckt hat. Der ist für die Stempel und Verpflegung zuständig. Kleiner Plausch und weiter.

Jetzt kommt der fiese Teil der Strecke. Permanentes Hoch und Runter. Kleine giftige Anstiege. Man kommt nie so richtig in den Rhythmus. Es geht über Breinig, Dorff, Mulartshütte, Rott, „Drei-Lägerbach-Talsperre“ nach Lamersdorf. Der Teil ist wirklich übel. Nach 105 Kilometern tut auch die Steigung in Rott richtig weh!

Nachdem ich Lamersdorf erreicht habe, geht es endlich mit Rückenwind fast nur noch Berg runter oder flach. Schnell noch die Kontrolle in Raffelsbrandt mitgenommen und dann Gas gegeben bis Hoven.

Fazit: Sehr schöne Tour, gutes Wetter aber leider komplett alleine gefahren. Keiner hat mich auf der 152er Runde überholt. Die, die ich eingeholt habe, waren aber leider viel zu langsam. Am Ende stehen 152 Kilometer, 1660 Höhenmeter und ein Schnitt von 30,08 auf dem Tacho. Generalprobe für die 20h von Fell ist gelungen. Nur muss ich mich im Zaum halten, was das Tempo angeht. Die 20h halte ich sonst nicht durch. 😦